
- Rund 550 Helfer waren bei der Großübung im Einsatz
Großübung der Malteser
Terroranschlag auf Gehörlosen-Schule
Ein Horrorszenario fordert über 500 Helfer.
Am Samstag, 14. November 2009, war Euskirchen Schauplatz einer Großübung der Malteser, an der auch die Einsatzeinheit aus Jüchen und Dormagen mit 32 Helfern teilnahm. Insgesamt fünf Einsatzeinheiten der Malteser aus dem Erzbistum Köln hatten die Zusammenarbeit im Einsatz untereinander, das Zusammenwirken mit Einheiten des Rettungsdienstes und Einheiten des Brandschutzes bzw. der technischen Hilfeleistung erprobt. Und das unter besonders belastenden Rahmenbedingungen. Denn die Übungsleitung hatte sich ein Horrorszenario einfallen lassen.
Bei einem Überfall eines Terrorkommandos auf einen internationalen Kongress Gehörloser gab es 20 Tote, 80 zum Teil lebensbedrohlich Verletzte und 40 überwiegend gehörlose Menschen, die intensiv psychologisch betreut werden mußten. Für diese schwierige Aufgabe wurden speziell ausgebildete Übungsdarsteller lange im Vorfeld der Übung vorbereitet. Und diese spielten ihre Rollen sehr realistisch, so Achim Bremer Zugführer der Malteser.
Rund 550 Helferinnen und Helfer und Dutzende Fahrzeuge kamen nach der Alarmierung zum Einsatz, so dass viele Euskirchener Anwohner zunächst erschrocken waren. Beeindruckt von der Wucht der Übungsdarstellung waren auch die ehrenamtlichen Malteser aus dem Jüchen und Dormagen. Mit solch einer Lage hätten sie nie gerechnet. Aber nach dem ersten Schrecken begannen die Teams mit ihrer Arbeit und die professionelle Ausbildung der Helfer bewährte sich. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst des Kreises Euskirchen funktionierte prima. "Natürlich hat nicht alles wie im Lehrbuch geklappt", so Bremer weiter, "aber dafür üben wir ja auch in solchen großen Dimensionen". Nur rund drei Stunden dauerte die gesamte Übung, aber viele Helfer waren danach ziemlich erschöpft.
Eine detaillierte Übungsauswertung wird in den kommenden Wochen erstellt und Aufschluss darüber geben, was noch im Rahmen der Ausbildung und Schnittstellenarbeit optimiert werden kann.
Folgene Artikel sind in der Lokalpresse zur Übung veröffentlicht worden:
Euskirchen Online: Gellende Schreie der "Verletzen"
Kölnische Rundschau: Darsteller fordern Rettern alles ab
Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Malteser Hilfsdienst interessiert, oder auch eine Stelle als Wehrersatzdienst im Katastrophenschutz sucht, kann sich gerne an uns wenden. Wir suchen immer interessiertes und motiviertes Personal. Weitere Infos gibt es beim Ortsbeauftragten der Malteser Jüchen, Herrn Achim Bremer [mehr...].

- Die "Verletzten" wurden medizinisch versorgt und betreut




